Julius-Vosseler Siedlung: Planung für 220 neue Wohnungen steht – mehr Kleingärten dank neuer Flächen 11.11.2016

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Hamburg, 11. November 2016. Der Sieger des Architektenwettbewerbs für die Julius-Vosseler Siedlung an der Stadtteilgrenze Lokstedt/Stelligen im Bezirk Eimsbüttel steht fest: Einstimmig hat sich die Jury für den Entwurf des Hamburger Büros SEHW Architekten entschieden. Auf der mehr als 19.000 Quadratmeter großen Fläche an der Julius-Vosseler-Straße/Ecke Lenzweg sollen 220 neue Wohnungen entstehen, die Hälfte davon öffentlich gefördert. Das familiengerechte Neubauprojekt sieht eine Kita, einen Spielplatz sowie viel Grün vor. Für die 34 Kleingärten auf dem Areal stehen neue Flächen in fußläufiger Nachbarschaft zur Verfügung.

„Das neue Wohnquartier passt sich der Umgebung perfekt an und besticht durch großzügige Grünflächen“, sagt Frank Bohlander, Geschäftsführer des Hamburger Projektentwicklers Quantum, der zusammen mit der Baugenossenschaft dhu eG den Wohnungsbau realisiert. „Der Entwurf berücksichtigt die Interessen aller – auch die der direkten Nachbarschaft“, bestätigt Frank Seeger, Vorstand der dhu, die für den Bau der 110 öffentlich geförderten Wohnungen mit sehr günstigen Mieten verantwortlich ist.
 
Großer Abstand zur Nachbarschaft, weitläufiger Innenhof
Der Abstand zur gegenüberliegenden Beethovensiedlung an der Julius-Vosseler-Straße wird mit 35 Metern außergewöhnlich großzügig bemessen. Die auf dieser Seite des Areals geplanten 20 Stadthäuser für junge Familien sollen nur drei Geschosse umfassen und sich – wie die gesamte Siedlung – architektonisch an der benachbarten Bebauung orientieren.

Das zentrale Motiv des Entwurfs ist der weitläufige Innenhof mit viel Platz für Kinder und eine attraktive Bepflanzung. „Diese von Verkehrslärm befreite, fast parkähnliche, lichte und freie Mitte des Quartiers bietet den Bewohnern eine hohe Aufenthaltsqualität inmitten urbaner Dichte“, erläutert Juan Hidalgo, geschäftsführender Gesellschafter der SEHW Architekten, die Planung. Die Siedlung ist im Süden wie im Norden öffentlich zugänglich.

Neue Kindertagesstätte und ein Spielplatz
Die Kita und ein Spielplatz sollen am südlichsten Punkt des Areals errichtet werden. Auch dort sieht die aktuelle Planung lediglich vier- bis fünfgeschossige Gebäude vor. Entlang der Bahnlinie sollen Neubauten mit überwiegend drei bis vier Geschossen und einem Staffelgeschoss entstehen.

Mit der U-Bahn, sozialer Infrastruktur und dem benachbarten Stadtpark Eimsbüttel bietet die Umgebung der Julius-Vosseler Siedlung sehr gute Rahmenbedingungen. Der Baustart ist für spätestens Ende 2018 vorgesehen, die Bauzeit wird etwa zwei Jahre betragen.

Ersatzflächen für Kleingärtner in der Nachbarschaft
Jahrelang hatten die Beteiligten nach adäquaten Ersatzflächen für die 34 Parzellenpächter der Kleingartenvereine „Mühlenkoppel“ und „Scheinwerfer“ gesucht. Dank tatkräftiger Unterstützung des Landesbunds der Gartenfreunde Hamburg e.V. wurden nun ausreichend neue Flächen gefunden, so dass alle Schrebergärtner in die Nachbarschaft umziehen können:

• 14 neue Parzellen entstehen an der Hagenbeckstraße 100-112. Der dortige alte Gebäuderiegel der dhu soll abgerissen werden, die meisten Mieter sind bereits in zeitgemäße Wohnungen der Genossenschaft umgezogen.

• Mindestens 20 neue Parzellen ermöglicht die Vereinigung Eimsbütteler Gartenfreunde von 1919 e.V. an der Hagenbeckstraße.

• Zusätzlich können etwa 20 neue Kleingärten auf einem neu erschlossenen Grundstück an der Niendorfer Straße angesiedelt werden, das Quantum zur Verfügung stellt.

Somit entstehen unterm Strich mindestens 20 Parzellen mehr als heute. Für eine moderne Infrastruktur auf den Flächen wird gesorgt, den Pächtern stehen gesetzlich geregelte Entschädigungszahlungen für ihre Lauben zu.

Fraktionen begrüßen architektonischen Entwurf
Bereits 2011 hatten alle Fraktionen der Bezirksversammlung Eimsbüttel beschlossen, das Kleingartengrundstück an der Julius-Vosseler-Straße für Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Parzellen auf Ersatzflächen umzusiedeln. Die Entwurfsplanung stößt bei den Fraktionen auf breite Zustimmung:

„Wir bekommen hier nahezu 50 Prozent geförderten Wohnungsbau, den der Bezirk Eimsbüttel dringend benötigt. Außerdem wird es keine bauliche Trennung zwischen geförderten und frei finanzierten Wohnungen geben. Das ist aus meiner Sicht eine wichtige Voraussetzung für ein offenes und soziales Quartier.“
Rüdiger Rust, SPD-Fraktionsvorsitzender

„Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs passt städtebaulich hervorragend in das Umfeld und orientiert sich an der umliegenden Bebauung. Es wird ein optisches Zeichen gesetzt und die Bevölkerung kann sich darüber freuen, wenn sich der Stadtteil auf diese Art und Weise weiterentwickelt.“
Rüdiger Kuhn, CDU-Fraktionsvorsitzender

„Der Entwurf verleiht dem Quartier eine angenehme Weite. Der Charakter Lokstedts wird erhalten und es entsteht eine qualitativ hochwertige Frei- und Grünfläche für die gesamte Nachbarschaft.“
Lisa Kern, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen


Alle Infos zum Projekt stehen Interessierten ab heute 15 Uhr auf der neuen Website
www.julius-vosseler-siedlung.de zur Verfügung.

Visualisierungen by SEHW Architekten

 

ÜBER QUANTUM

Die Quantum Immobilien AG mit Sitz in Hamburg wurde 1999 von Frank Gerhard Schmidt und Philipp Schmitz-Morkramer gegründet. Die unabhängige Immobiliengruppe vereint umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Projektentwicklung, institutionelle Anlageprodukte sowie im Management von Immobilieninvestments. Die Metropolregionen in Deutschland stehen im Fokus der Aktivitäten.

Im Fondsgeschäft bietet die Quantum Immobilien AG institutionellen Investoren über die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft Immobilien-Spezialfonds sowie alternative Investmentprodukte an. Von Ende 2005 bis heute stiegen die Assets under Management auf über € 4,0 Mrd.

Das Geschäftsfeld Projektentwicklung umfasst die Realisierung von eigenen Immobilienprojekten sowie Joint Ventures im Rahmen unternehmerischer Beteiligungen. Bisher wurden 38 Entwicklungsprojekte mit über 900.000 m² Fläche und einem Transaktionsvolumen von rund € 2,9 Mrd. realisiert. Weitere 13 Projekte mit über 300.000 m² Fläche befinden sich aktuell im Bau oder in der Planung.

ÜBER DHU

Die dhu ist eine Hamburger Baugenossenschaft mit über 6.500 Mitgliedern. Die 1925 gegründete Baugenossenschaft bietet rund 4.200 Wohnungen und Gewerbeflächen. Jährlich fließen über 5 Mio. Euro in die Instandhaltung der Wohnanlagen. Die dhu bietet ihren Mitgliedern darüber hinaus zwei Nachbartreffs und hat 2015 eine eigene Stiftung, die dhu Stiftung, ins Leben gerufen.