Geographien der Wissensökonomie – Quantum veröffentlicht aktuelle Studie über kreative, finanz- und industrienahe Bürobeschäftigung 27.07.2016

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• Wissensintensive Bürobeschäftigung ist weiter auf dem Vormarsch. Allein die Kreativwirtschaft, die Finanzbranche und industriebezogene Dienste verzeichnen seit Ende 2012 einen Anstieg um 450.000 Bürobeschäftigte.

• Größenvorteile und die hohe Relevanz räumlicher Nähe für die Wissensunternehmen sorgen dafür, dass sich zukünftig die Konzentration der Bürobeschäftigung auf die urbanen Zentren weiter verstärken wird.

• Industrie 4.0 führt perspektivisch zu einer Verlagerung der Produktion zurück in die großen Wirtschaftszentren.

Hamburg, 27. Juli 2016. Die Wissensökonomie bestimmt wesentlich den weiteren Entwicklungspfad von Städten und Regionen. Wissensintensive Dienstleistungen und Industrieaktivitäten sind jedoch nicht gleichmäßig im Raum verteilt, sondern zeigen eine klare Affinität zu Metropolregionen. Der aktuelle Quantum Focus No. 20 diskutiert vor diesem Hintergrund die Entwicklung wissensintensiver Berufsgruppen in den 52 größten deutschen Bürostandorten sowie deren Bedeutung für die städtischen Arbeits- und Büromärkte. Die Analyse konzentriert sich dabei auf die Bereiche Kreativwirtschaft, finanzbezogene Dienstleistungen (FIRE) sowie industriebezogene Dienste.

Gerade die Kreativwirtschaft präsentiert sich als sehr wachstumsdynamisch und stadtaffin und ist auf Grund ihrer Wertschöpfung und Beschäftigungseffekte mittlerweile auch für viele Büromärkte von Relevanz. Insgesamt arbeiten laut Quantum Berechnungen in Deutschland mit 1,1 Mio. Arbeitnehmern rund 7,5 Prozent aller Bürobeschäftigten in kreativen Berufen. Insbesondere Berlin hat sich in den letzten Jahren als das Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft etabliert. Eine noch stärkere Konzentration ist in der Finanzwelt typisch. Die Globalisierung wirtschaftlicher Aktivitäten ist eng verknüpft mit der Herausbildung von Finanzzentren, wo die Fäden der weltweiten Vernetzung immer mehr zusammen laufen und sich Unternehmen der Finanz-, Versicherungs- und Immobilienbranche (FIRE) ballen. Mit 3,2 Mio. Beschäftigten kann jeder fünfte Büroarbeitsplatz in Deutschland dem FIRE-Segment zugeordnet werden, das somit auch weiterhin eine Leitbranche am Bürovermietungsmarkt bleibt. Auch im industriellen Bereich nehmen wissensintensive Tätigkeiten deutlich zu. Relativ gesehen laufen vor allem die Automobil- und Chemiestädte mittlerer Größe den Metropolen bezüglich der Bedeutung industrienaher Bürobeschäftigter den Rang ab. Perspektivisch wird der zunehmende Komplexitätsgrad der Arbeitssysteme im Zuge der Industrie 4.0 deutlich die Nachfrage nach qualifizierten Beschäftigten erhöhen, die vor allem in den städtischen Zentren zu finden sind.

Die Analyse der Quantum Research Unit zeigt, dass in der Geographie der Wissensökonomie die Metropolen und Großstädte immer weiter in den Fokus der untersuchten wissensintensiven Sektoren rücken. Es sind vor allem Größenvorteile und die hohe Relevanz räumlicher Nähe für die Wissensunternehmen, die aus ökonomischer Sicht dafür sprechen, dass sich in Zukunft die Fliehkräfte zugunsten der urbanen Zentren weiter verstärken werden. Bedingt durch die räumliche Kopräsenz von Konkurrenzunternehmen, Geschäfts- und Kooperationspartnern sowie Konsumenten ergeben sich gerade dort vielfältige Möglichkeiten zum Wissensaustausch. Darüber hinaus finden Unternehmen vor allem hier eine Vielzahl von Arbeitskräften mit den benötigten spezifischen Qualifikationen.

Dr. Andre Scharmanski, Leiter Quantum Research: „Die Bedeutung der Ressource Wissen als Einflussfaktor der Büromarkt- und Stadtentwicklung nimmt im derzeitigen Strukturwandel hin zur Wissensökonomie immer weiter zu. Die Geographien der Wissensökonomie lassen einen weiteren Beschäftigungsboom in den Großstädten erwarten.“

Die gesamte Ausgabe des Quantum Focus „Geographien der Wissensökonomie – Analyse der kreativen, finanz- und industrienahen Bürobeschäftigung“ finden Sie unter www.quantum.ag/immobilien-ag/research

Dr. Andre Scharmanski steht Ihnen gerne für Einschätzungen zur Studie zur Verfügung. Kommen Sie bei allen Rückfragen per E-Mail (as@quantum.ag) auf uns zu.

 

ÜBER QUANTUM

Die Quantum Immobilien AG mit Sitz in Hamburg wurde 1999 von Frank Gerhard Schmidt und Philipp Schmitz-Morkramer gegründet. Die unabhängige Immobiliengruppe vereint umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Projektentwicklung, institutionelle Anlageprodukte sowie im Management von Immobilieninvestments. Die Metropolregionen in Deutschland stehen im Fokus der Aktivitäten.Im Fondsgeschäft bietet die Quantum Immobilien AG institutionellen Investoren über die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft Immobilien-Spezialfonds sowie alternative Investmentprodukte an. Von Ende 2005 bis heute stiegen die Assets under Management auf 3,9 Mrd. €.Das Geschäftsfeld Projektentwicklung umfasst die Realisierung von eigenen Immobilienprojekten sowie Joint Ventures im Rahmen unternehmerischer Beteiligungen. Bisher wurden 38 Entwicklungsprojekte mit über 900.000 m² Fläche und einem Transaktionsvolumen von rund 2,9 Mrd. € realisiert. Weitere 13 Projekte mit über 300.000 m² Fläche befinden sich aktuell im Bau oder in der Planung.